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28.4.26

Gewicht, Hormone und Kopfchaos: Was man in der Perimenopause gegen Gewichtszunahme tun kann (Teil 2)

Gewicht, Hormone und Kopfchaos: Was man in der Perimenopause gegen Gewichtszunahme tun kann (Teil 2)

Podcast mit Meno Swiss und LEALY (Teil 2)

Im zweiten Teil des Podcasts „Life in Hormony“ mit Meno Swiss geht es einen Schritt weiter: weg vom reinen Verstehen, hin zur Frage, was Frauen in der Perimenopause und danach konkret tun können. Wieder spricht Claudia Brett mit Dr. Julia Vogel Wenzin, Gründerin von LEALY, und Dr. Stephan Zechmann, Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie.

Nachdem es im ersten Teil vor allem darum ging, warum sich Gewicht, Energie, Schlaf und Essverhalten in dieser Lebensphase verändern, steht nun die praktische Seite im Mittelpunkt: Wann sollte man reagieren? Was hilft wirklich? Und weshalb scheitern so viele klassische Abnehmversuche gerade in den Wechseljahren?

Wann Gewichtszunahme relevant wird

Im Gespräch wird zunächst der BMI als grobe Orientierung eingeordnet. Ab einem BMI von 25 gilt man medizinisch als übergewichtig. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass nicht jede Zahl sofort problematisch ist. Entscheidend ist weniger ein einzelner Wert als die Richtung: Bleibt das Gewicht stabil oder steigt es Jahr für Jahr weiter an?

Gerade in der Perimenopause erleben viele Frauen, dass sie langsam, aber stetig zunehmen. Oft geschieht das schleichend. Die Hose sitzt enger, der Körper verändert sich, aber man merkt lange nicht, dass bereits eine neue Entwicklung im Gang ist. Genau an diesem Punkt lohnt es sich, genauer hinzuschauen und nicht erst dann zu reagieren, wenn das Gewicht stark angestiegen ist.

Weniger Kalorienbedarf, aber derselbe Alltag

Ein zentraler Gedanke aus der Folge ist: Viele Frauen essen und leben weiterhin so wie früher, obwohl ihr Körper inzwischen andere Bedingungen mitbringt. Der Energiebedarf sinkt mit zunehmendem Alter, unter anderem durch hormonelle Veränderungen und den Rückgang der Muskelmasse. Wenn der Alltag gleich bleibt, entsteht dadurch leicht eine langsame, aber kontinuierliche Gewichtszunahme.

Dabei wird auch angesprochen, dass nur ein kleiner Teil der starken Gewichtszunahmen medizinische Ursachen wie eine Schilddrüsenerkrankung hat. In den meisten Fällen geht es nicht um eine verborgene Krankheit, sondern darum, dass der Körper weniger Energie braucht als früher und sich Gewohnheiten entsprechend anpassen müssten.

Nachhaltig abnehmen statt immer wieder Diäten beginnen

Ein wichtiger Unterschied, den Julia Vogel Wenzin im Podcast betont: LEALY setzt nicht auf Diäten, sondern auf langfristige Lebensstilveränderung. Viele Frauen, die ins Programm kommen, haben bereits zahlreiche Diäten hinter sich. Sie wissen theoretisch oft sehr gut, was gesund wäre, aber die eigentliche Herausforderung liegt im Alltag und im Dranbleiben.

Deshalb geht es nicht darum, alles auf einmal umzustellen oder besonders streng zu sein. Es geht darum, kleine Veränderungen so in den Alltag einzubauen, dass sie realistisch bleiben. Zum Beispiel weniger kalorienreiche Getränke, ein bewussterer Umgang mit Alkohol, mehr Protein, mehr Gemüse oder andere Routinen am Abend. Das Ziel ist nicht Verzicht als Dauerzustand, sondern ein Lebensstil, der sich anders anfühlt als eine Diät und trotzdem wirkt.

Warum Gewohnheiten wichtiger sind als Motivation allein

Im Gespräch wird sehr klar, dass nachhaltige Veränderung nicht nur mit Wissen zu tun hat. Sie hat vor allem mit Verhalten zu tun. Viele Muster entstehen über Jahre: Essen zur Belohnung, Alkohol am Abend zur Entspannung, Snacks aus Gewohnheit oder Essen als Reaktion auf Stress und Überforderung.

Genau deshalb reicht gute Absicht allein oft nicht aus. Veränderung braucht Reflexion, Wiederholung und Begleitung. Bei LEALY spielt deshalb die Selbstreflexion eine wichtige Rolle. Frauen werden regelmässig dazu angeregt, sich zu fragen, was sie sich vorgenommen haben, was funktioniert hat und wo Schwierigkeiten lagen. Dadurch wird aus einem diffusen Gefühl von „ich sollte etwas ändern“ ein konkreteres Verständnis der eigenen Muster.

Bewegung neu denken

Ein weiterer wichtiger Punkt im Podcast: Bewegung muss nicht bedeuten, sofort ein Sportprogramm zu starten. Gerade Frauen mit höherem Gewicht erleben Sport oft nicht als motivierend, sondern eher als Hürde. Deshalb wird im Gespräch bewusst breiter auf das Thema geschaut.

Bewegung kann auch heissen, mehr zu gehen, Treppen zu nehmen, im Alltag aktiver zu sein oder etwas Neues auszuprobieren, das Freude macht. Gleichzeitig wird auch angesprochen, dass Krafttraining in den Wechseljahren besonders sinnvoll sein kann, weil Muskelmasse eine wichtige Rolle für den Energieverbrauch spielt. Entscheidend ist nicht Perfektion, sondern eine Form von Bewegung, die im eigenen Leben Platz hat.

Warum Dranbleiben oft der schwierigste Teil ist

Ein sehr wichtiger Gedanke im zweiten Teil des Podcasts ist, dass Gewichtsabnahme selten linear verläuft. Viele Frauen erleben Phasen, in denen sich scheinbar nichts bewegt. Genau diese Momente führen oft dazu, dass sie abbrechen, an sich zweifeln oder wieder in alte Muster zurückfallen.

Im Gespräch wird deutlich gemacht, dass solche Phasen normal sind. Sie bedeuten nicht, dass man versagt hat. Dranbleiben heisst deshalb nicht, verbissen und perfekt zu sein. Es heisst eher, die Veränderung weiterzuführen, auch wenn sie sich gerade nicht sofort auf der Waage zeigt.

Abnehmspritzen: hilfreich für manche, aber keine Verhaltensänderung

Auch die aktuell viel diskutierten GLP-1-Medikamente und Abnehmspritzen werden in der Folge eingeordnet. Dr. Stephan Zechmann erklärt, dass diese Medikamente den Hunger dämpfen und grundsätzlich wirksam sein können. Gleichzeitig wird klar gesagt: Sie verändern nicht automatisch das Verhalten, die Gewohnheiten oder das Verhältnis zum eigenen Körper.

Das bedeutet: Wer den Lebensstil nicht mitverändert, wird nach dem Absetzen häufig wieder zunehmen. Im Podcast wird deshalb nicht pauschal gegen Medikamente argumentiert, aber es wird deutlich gemacht, dass sie keine eigentliche Lösung für die langfristige Verhaltensänderung sind.

Was Frauen durch nachhaltige Veränderung gewinnen können

Besonders eindrücklich sind die Beispiele aus dem LEALY-Alltag. Julia Vogel Wenzin berichtet von Frauen zwischen 40 und 75, die aus ganz unterschiedlichen Gründen ins Programm kommen. Manche wollen ihre Gesundheit aktiv verbessern, manche möchten Medikamente vermeiden, andere wollen sich wieder freier und wohler in ihrem Körper fühlen.

Im Gespräch wird unter anderem von einer Teilnehmerin erzählt, die innerhalb von etwa zwölf Monaten 30 Kilo durch Lebensstilveränderung abgenommen hat. Nicht durch radikale Verbote, sondern durch Klarheit, neue Gewohnheiten und konsequente Begleitung.

Dabei wird auch sichtbar, dass Gewichtsreduktion selten nur die Zahl auf der Waage betrifft. Viele Frauen berichten davon, dass sie sich wieder besser bewegen können, weniger Schmerzen haben, Treppen leichter steigen, sich wohler fühlen oder Medikamente reduzieren können. Gesundheit wird damit wieder spürbar im Alltag.

Was LEALY konkret anbietet

Im Podcast wird auch beschrieben, wie LEALY aufgebaut ist. Das Programm ist online, aber bewusst nicht anonym. Es verbindet digitale Inhalte mit menschlicher Begleitung. Dazu gehören Wissensmodule in der LEALY Academy, regelmässige Selbstreflexion, Gruppentreffen, Community-Austausch und Coaches mit psychologischem, ernährungsbezogenem und achtsamkeitsorientiertem Hintergrund.

Dieser Mix ist wichtig, weil Frauen sehr unterschiedlich sind. Manche möchten aktiv den Austausch in der Gruppe suchen, andere arbeiten lieber eher für sich. LEALY schafft dafür einen Rahmen, in dem beides möglich ist.

Warum sich auch Teil 2 dieser Podcastfolge lohnt

Der zweite Teil der Podcastfolge ist besonders wertvoll für Frauen, die sich nicht nur fragen, warum ihr Körper sich verändert, sondern vor allem wissen möchten, wie sie konkret darauf reagieren können. Die Folge zeigt, dass nachhaltige Veränderung möglich ist, auch in einer Lebensphase, die sich oft chaotisch oder fremd anfühlt.

Vor allem macht sie Mut, weil sie ein realistisches Bild zeichnet: nicht perfekt, nicht radikal, nicht mit schnellen Lösungen, sondern Schritt für Schritt, mit mehr Verständnis für den eigenen Körper und mit Strategien, die im echten Leben funktionieren können.

Jetzt reinhören

Wenn du Teil 1 bereits gehört hast und nun wissen möchtest, wie nachhaltige Veränderung in den Wechseljahren konkret aussehen kann:

🎧 Höre jetzt die Podcastfolge
Gewicht, Hormone, Chaos im Kopf – was in der Perimenopause wirklich passiert (Teil 2)“ im Podcast von Meno Swiss.

Und wenn du herausfinden möchtest, welche Muster bei dir im Vordergrund stehen, findest du mit dem LEALY Abnehm-Typen-Test eine erste Orientierung für deinen persönlichen Weg.


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